Was ist Science Fiction?

Befragt man den Duden, ist die Science Fiction ein feminines Substantiv, welches eine Form der Literatur, des Films oder des Comics bezeichnet, in der Thematiken behandelt werden, die die Zukunft in fiktionalen Welten beschreibt. Science Fiction setzt sich dabei aus dem Begriff „Science“, englisch für „Wissenschaften“, sowie „Fiction“, englisch für „Fiktion“, zusammen. Es handelt sich also sinngemäß um „fiktive Wissenschaft“, was zumindest bis zu einem gewissen Punkt durchaus eine treffende Beschreibung ist.

Es darf nicht zu abwegig werden

Science Fiction lebt davon, dass sie den Leser oder Zuschauer in eine andere Galaxie entführt. In fremde Welten, die der Leser oder Zuschauer so noch nie erlebt hat. Dabei darf es aber nicht zu abstrus werden!

Ein wichtiger Begriff in der Science Fiction-Literatur ist das „Estrangement“. Er bedeutet, dass ein dem Leser bekanntes Szenario genommen und verfremdet wird. So entsteht eine neue Welt, die dem Leser aber trotzdem in gewissen Teilen bekannt vorkommt. Er kann sich somit in dieser Welt ein Stückweit orientieren und kommt damit zurecht. Wäre die Welt zu weit weg von allem uns bekannten, würde es wahrscheinlich schnell sehr langweilig oder sehr anstrengend, da das Gehirn die Informationen nicht so verarbeiten kann oder will, dass es für den Leser Sinn machen würde.

Science Fiction altert manchmal nicht sehr gut

Dieses Estrangement kann dazu führen, dass Science Fiction nicht sehr gut altert. So werden Science Fiction-Geschichten von vor 30 bis 40 Jahren heute oft eher belächelt, da sie in ihrem Estrangement Aussagen getroffen haben, die zwischenzeitlich entweder ähnlich, genauso, oder überhaupt nicht so eingetroffen sind. Für uns, die die Heute Zeit kennen, wirkt dies sehr komisch.

Berühmte Science Fiction Autoren

Es gibt unglaublich viele Science Fiction-Autoren aus allen möglichen Jahrzehnten. Im 19. Jahrhundert gab es bereits Autoren, die Science Fiction schrieben, allen voran Mary Shelley, deren Roman über einen verrücken Professor, der aus Leichenteilen einen Menschen bauen wollte und dabei ein „Monster“ erschuf. Die Rede ist natürlich von Frankenstein. Von vielen Literaturwissenschaftlern wird dieser Roman als der Beginn der Science Fiction bezeichnet.

Aber auch der Franzose Jules Verne wird vielen ein Begriff sein. Seine Romane, darunter Die Reise zum Mittelpunkt der Erde oder In 80 Tage um die Welt, beschrieben eine für ihn moderne Welt, die teilweise verblüffend nah an der wirklichen heutigen Wirklichkeit ist.

Besonders beliebt ist auch das Science Fiction-Subgenre „Weird Fiction“, dem unter anderem Edgar Allan Poe und H.P. Lovecraft zugeordnet werden. Dabei heißt „weird“ keinesfalls „komisch“, sondern das Wort beschreibt das Gefühl, das durch die „Sublimity“ in den Werken hervorgerufen wird. Gemeint ist die Ehrfurcht vor etwas, das man nicht richtig versteht, das einem vielleicht auch Angst einjagt und das nie genau definiert wird. Eine unterschwellige Angst also, eine Art Gottesfurcht, die in H.P. Lovecrafts Necromonicon mit der C’thulu-Saga ihren Höhepunkt findet.