Krieg der Welten

Science Fiction fasziniert die Menschen seit jeher. Vor allem durch die Taktik des Estrangement, was so viel bedeutet wie dass der Leser oder Zuschauer Elemente der neuen, fremden Welt als Teil aus seinem eigenen Leben wiedererkennt. Das man damit aber auch zu weit gehen kann und Menschen die Erzählung für bare Münze nehmen, zeigt die Geschichte der Hörspielversion von Orson Welles‘ Vertonung des Romans Krieg der Welten, die 1938 im amerikanischen Radio lief und tausende von Menschen in Panik versetzte weil sie dachten, der Angriff der Aliens auf die Vereinigten Staaten von Amerika sei kein Hörspiel, sondern brutale Realität.

Krieg der Welten: ein Klassiker von Anbeginn?

Krieg der Welten wurde ursprünglich von H.G. Wells geschrieben, einem britischen Schriftsteller, der zahlreiche Science Fiction-Romane veröffentlichte, darunter auch Klassiker wie Die Zeitmaschine, Die Insel des Dr. Moreau oder Die ersten Menschen auf dem Mond. Sein Roman war nach der Veröffentlichung 1898 mäßig erfolgreich, wurde jedoch 1938 nach der Vertonung durch Orson Welles zu seinem bedeutendsten und bekanntesten Werk.

Die Geschichte ist recht schnell erzählt. Die Menschheit wird von Marsianern angegriffen, die auf das Eisen und Wasser unseres Planeten aus sind. Das menschliche Militär ist den außerirdischen Invasoren hoffnungslos unterlegen und muss hilflos dabei zusehen, wie der Planet in Schutt und Asche gelegt wird. Doch dann kommt die Rettung in Form einer Erkältung. Das Immunsystem der Marsianer kann mit den Bakterien der Erde nicht umgehen und sie sterben nach und nach – die Welt ist gerettet. Eine Interpretation des Romans ist, dass Wells mit den Marsianern die Briten und deren Kolonialpolitik meinte.

Satire wird zum Welterfolg

Egal, ob Wells seinen Roman eigentlich als Seitenhieb auf das britische Empire meinte, letztendlich wurde die Geschichte über den Angriff der Marsianer zu einer unglaublich erfolgreichen Story, die nicht nur als Hörspiel vertont wurde, sondern auch in mehreren Film- und Fernsehproduktionen für die Leinwand beziehungsweise den Bildschirm adaptiert wurde.

Die wohl erfolgreichste Verfilmung ist dabei die 2005 entstandene Verfilmung von Science Fiction-Urgestein Steven Spielberg, mit Tom Cruise und Dakota Fanning in den Hauptrollen. Die Verfilmung erhielt drei Nominationen für einen Oscar in den Kategorien Beste visuelle Effekte, Bester Ton und Bester Tonschnitt und erhielt das Prädikat „besonders wertvoll“ der deutschen Film- und Medienbewertung. Allgemein kam die Verfilmung bei Kritikern und Publikum sehr gut an und wurde weltweit gefeiert. Dieses Mal ging das Ganze aber, anders als vor 67 Jahren, ohne eine Massenpanik über die Bühne.

Science Fiction im Wandel der Zeit

Science Fiction ist ein sich stetig wandelndes Genre, was auch der Tatsache geschuldet ist, dass die „ferne Zukunft“, über die der Autor berichtet, irgendwann gar nicht mehr so fern ist. Man denke an die Klassiker von Jules Verne, die damals unglaublich futuristisch waren und heute fast schon antiquiert wirken.

Die stetige Veränderung sorgt dafür, dass das Genre immer interessant bleibt und immer wieder durch spannende neue Ideen auffällt. Dabei erscheint aber auch viel Schund, der sich als Science Fiction bezeichnet, aber nicht unbedingt zum Genre gehört. Aus diesem Grund haben sich Vereine wie der Science Fiction Club Deutschland e.V. gegründet, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, sich kritisch mit Science Fiction und Phantastik auseinanderzusetzen und somit die hohe Qualität des Genres in Literatur, Film, Theater und Musik zu wahren.

Immer am Puls der Zeit?

Wer denkt, Science Fiction behandelt vor allem Visionen über eine ferne Zukunft und den Weltraum, liegt zwar nicht falsch, verpasst aber eine spannende Lesart der Science Fiction, die sich vor allem nach dem zweiten Weltkrieg, zu Beginn der Quantentheorie, ergab. Die Welt der parallelen Universen. Statt sich mit Theorien über eine, meist dystopische, Zukunft zu beschäftigen, befasst sich diese Art der Science Fiction vor allem mit „was wäre wenn?“-Szenarien. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist The Man in the High Castle von Philip K. Dick. Ein Roman, der auch zu einer sehr erfolgreichen Serie auf Amazon Prime verfilmt wurde.

Statt sich mit einer möglichen Zukunft zu beschäftigen, geht Philip K. Dick erst einmal in die Vergangenheit, in das Jahr 1945, um genau zu sein. Er stellt die Frage: Wie würde die Welt heute aussehen, hätten die Nazis unter Adolf Hitler den Krieg 1945 für sich entschieden? Die Handlung spielt dabei im Hier und Jetzt, aber eben in einer parallelen Welt, in der die Erde zwischen den Japanern und den Deutschen aufgeteilt wurde. Hier sind die USA fest in japanischer Hand, das europäische Festland unterliegt dem Führer. Eine spannende Form der Science Fiction, bei der das Estrangement bewusst mit einem wahren Ereignis beginnt, das aber zu einem gewissen Teil geändert wurde.

Vergangenheit und Zukunft

Dass sich Science Fiction auch mit parallelen Welten und der Vergangenheit beschäftigt, ist ein Trend, der durch die Verfilmung von Man in the High Castle durch Amazon immer beliebter wird. Aber auch die „klassischen“ Science Fiction-Stories, die in der Zukunft, im Weltraum, mit Robotern, Aliens und unbekannten Planeten spielen, erfreuen sich nach wie vor sehr großer Beliebtheit. Blockbuster wie die Avengers Filme zeigen, dass das Interesse an Science Fiction auch bei einer breiteren Masse vorhanden ist und Science Fiction sich nicht mehr verstecken muss. Auch wenn sie bei den Avengers unter dem Tarnmantel des Superhelden-Films daherkommt.

Terminator: Dark Fate – Die legendäre Sci-Fi-Reihe geht in die sechste Runde

Mit dem Science-Fiction-Thriller Terminator legte US-Regisseur James Cameron 1984 den Grundstein für eine der erfolgreichsten Science-Fiction-Reihen in der Geschichte Hollywoods. Mittlerweile besteht das Kinofranchise aus sechs Filmen. Der vorerst letzte Teil steht kurz vor Kinostart. Wer gespannt auf Terminator: Dark Fate:https://www.imdb.com/title/tt6450804/?ref_=nv_sr_1?ref_=nv_sr_1 ist und sich über den neuen Sci-Fi-Knaller aus der Traumfabrik informieren will, kann dafür unter anderem die Homepage zum Film besuchen. Genre-Fans werden dort genauso ihre helle Freude haben, wie Konditorfreunde gerne Torten günstig online bestellen, denn Dark Fate verspricht, das Action-Highlight des Jahres 2019 zu werden

Die Handlung von Terminator: Dark Fate

Im Internetzeitalter, in dem sich Informationen über alle Plattformen und soziale Netzwerke hinweg verbreiten wie Lauffeuer, schützen Filmstudios die Plots ihrer Filme wie Staatsgeheimnisse. Dennoch ist das eine und andere Detail zur Handlung von Terminator: Dark Fate längst durchgesickert. Worum geht es also im Film?

Erneut kreist das Geschehen um einen schicksalsentscheidenden Kampf zwischen Menschen und Maschinen. Die Schlacht wird wieder in der Gegenwart ausgefochten. Auf dem Spiel steht die Zukunft der Menschheit. Auf der Seite des Guten kämpft erneut Sarah Connor (Linda Hamilton). Die toughe Kriegerin muss wieder den Menschenretter, den Messias, beschüzen. Diesmal handelt es sich offenbar nicht um ihren Sohn John, sondern um die junge Latino-Amerikanerin Dani Ramos (Natalia Reyes). Den beiden Frauen zur Seite steht ein Cyborg namens Grace (Mackenzie Davis). Ihr mächtiger Gegner ist ein auf Töten programmierter Terminator (Gabriel Luna). Er wurde aus der Zukunft in die Gegenwart geschickt, um die angebliche Heilsbringerin Dani umzubringen. Auf ihrer Flucht vor der Maschine treffen Sarah, Dani und Grace bald auf den Terminator T-800 (Arnold Schwarzenegger)

Zurück zu den Wurzeln

Auf welcher Seite der berühmte, schon in vier vorausgegangenen Filmen bewährte T-800 kämpft, geht aus Trailern und Szenenbildern zu Dark Fate nicht eindeutig hervor. Zu vermuten ist, dass er wieder für das Gute, also für die Menschheit, kämpft. Denn eines stellten die Filmemacher schon sehr früh klar: Der sechste Teil der Sci-Fi-Reihe werde sowohl inhaltlich als auch erzählerisch an den zweiten Teil anknüpfen. Und in Terminator 2: Tag der Abrechnung kämpft der T-800 gegen seinen Rivalen T-1000 auf der Seite von Sarah und John Connor.

Zurück zu den Wurzeln begibt sich Dark Fate auch mit den Kreativen vor und hinter der Kamera. Auf dem Regiestuhl saß diesmal zwar nicht James Cameron, sondern Deadpool-Regisseur Tim Miller. Dennoch hatte der Terminator-Schöpfer als Story-Berater und Produzent ein gewichtiges Wörtchen über die inhaltliche und konzeptionelle Ausrichtung des Films mitzureden.

Gespannt sind die Fans auch auf das Comeback von Linda Hamilton. Die US-Schauspielerin war nach dem zweiten Teil in keiner weiteren Fortsetzung der Reihe dabei. Deshalb ist ihre Rückkehr zum Franchise für die Fans ein berechtigter Grund zur Hoffnung, dass die Reihe nach den eher enttäuschenden Teilen drei bis fünf endlich wieder zur alten Stärke zurückfindet.

James Dean, Marilyn Monroe und andere Legenden

Denkt man an Los Angeles, denken viele vor allem an die goldene Ära des Films in den 1950er Jahren. Stars wie James Dean oder Marilyn Monroe verzauberten in dieser Zeit ihre Fans vor den Leinwänden und schafften es zu einer Art Legendenstatus, der auch durch das frühe Ableben der beiden bekräftigt wurde – und durch die Frage, ob ihr Tod wirklich ein tragischer Unfall war, oder ein bewusster Selbstmord.

Aber James Dean und Marilyn Monroe sind nicht die einzigen Filmlegenden aus Hollywood. John Wayne zum Beispiel gilt als der Cowboy schlechthin und geniest seinen Status als Legende, ohne vorzeitig gestorben zu sein. Auch Schauspielerinnen und Schauspieler wie Danny DeVito, Carry Fisher, Harrison Ford oder Audrey Hepburn erspielten sich einen Status, der mit dem einer Legende durchaus zu vergleichen ist. Im Falle von Harrisson Ford und Carry Fisher liegt dies dabei auch an ihren bedeutenden Rollen in der Star-Wars-Reihe, die wohl zu den erfolgreichsten und beliebtesten Science Fiction Filmreihen zählt, die Hollywood jemals produziert hat. Legenden entstehen in Hollywood also durchaus auch noch, dies hat sich seit den1950er Jahren bis in die heutige Zeit nicht geändert.

Science-Fiction Filme sind Hollywood-Events mit enormer Wirkung

Hollywood, das Herz der Kinoindustrie, produziert seit den Tagen, als die Bilder laufen lernten, Filme in allen Genres. Besonders prägten aber die Science-Fiction Filme den Ruhm von Hollywood. Denn Science-Fiction Filme spiegeln nicht nur gesellschaftliche Strömungen, sie haben einen enormen Einfluss auf Mode, Zeitgeist, politische Ziele, und sie inspirieren sogar zur Entwicklung neuer Technologien.

Mehr als Unterhaltung

In erster Linie denkt man bei Star Trek, Blade Runner und Alien an gut gemachte Unterhaltungsfilme und Serien. Doch schaut man einmal in die 50er Jahre zurück, lernt man schnell, wie stark dieses Genre sowohl den Zeitgeist reflektiert, aber auch zur Steuerung der Meinungsbildung genutzt werden kann. Die Science-Fiction Filme Hollywoods aus dieser Zeit sind geprägt von Paranoia. Berühmte Beispiele dafür sind die Mars-Invasionsfilme oder der bis heute unheimliche Thriller „Invasion der Körperfresser“ (Die Dämonischen). Horrorautor Stephen King hat in seinem Buch „Danse Macabre – Die Welt des Horrors“ den Sputnikschock als treibendes Motiv hinter der Welle der Invasionsfilme vermutet. Das öffentliche Amerika war gegenüber den Russen ins Hintertreffen geraten, und die McCarthy Ära war geprägt von der Furcht vor Unterwanderung durch den aufstrebenden Kommunismus. Das Motto „Watch The Skies“ aus den Alien-Invasionsfilmen hatte da eine ganz reale Entsprechung im Weltgeschehen. Dabei waren die Filme aber nicht nur Ausdruck von Ängsten einer ganzen Generation. Sie dienten auch zur Einübung konformen Verhaltens. Die Bürger sollten wachsam sein. Natürlich fürchteten die Regierenden dabei nicht so sehr eine Besiedelung durch Außerirdische, sondern Gefahr durch sowjetische Agenten.

Aufbruch ins All bei der NASA und im Kino

Das goldene Zeitalter der Science-Fiction Filme beginnt mit dem Aufbruch der USA zum Mond. In der Zeit, in der die NASA fieberhaft das Programm zur bemannten Landung auf dem Mond voran trieb, entstand die erste Star Trek Serie in den Studios von Paramount. Sie diente ursprünglich dazu, die Bürger für das Raumfahrtprogramm einzustimmen. Zu gleicher Zeit entwickelte auch Stanley Kubrik sein Weltraumepos 2001 – Odyssee im Weltraum, das auch philosophische Strömungen der sechziger Jahre reflektierte. Dieser Film wurde zum Meilenstein für alle künftigen Hollywood-Events im Science-Fiction Genre. Nicht nur sind Filme wie Alien ohne Kubriks Werk undenkbar, der Film inspirierte auch Technologien. So nimmt im Film ein Bildschirm mit Piktogrammen spätere I-Pads vorneweg.

Science-Fiction Sagas prägen Mode und Stil

In den 70ern begründete George Lucas schließlich mit Star Wars Hollywoods erfolgreichste Science-Fiction Filmreihe aller Zeiten. Die Mischung aus Weltraumwestern, Fantasy und großem Drama begeistert bis heute Generationen von Kinozuschauern. Mit dieser Filmreihe entstand auch das moderne Merchandising mit Fanartikeln, Spielzeug und Kleidung. Heute kann man zum Beispiel im Kidsbrandstore Mode finden, die von Filmen beeinflusst ist und von jungen Käufern gesucht wird. Mode und Filme haben sich dabei immer gegenseitig beeinflusst. Ridleys Scotts Kultklassiker Blade Runner erzählt uns heute viel über den Stil der Achtzigerjahre. In der in Hollywood produzierten Serie „Stranger Things“, erlebt die Jugendmode der gleichen Epoche ein einzigartiges Revival. So werden die Science-Fiction Produktionen und aktuelle Trends sich auch weiterhin gegenseitig beeinflussen.

Science-Fiction in Hollywood: Wissenschaftler arbeiten mit

In Science-Fiction-Filmen und -Serien aus Hollywood sind Wissenschaftler entweder Helden oder auch mächtige und durchtriebene Bösewichter. In The Day After Tomorrow warnt Jack Hall, gespielt von Dennis Quaid, als Klimawissenschaftler vor der Katastrophe. Doctor Brenner, der skrupellose Forscher in Stranger Things, ist eine furchterregende Verkörperung des legendären verrückten Wissenschaftlers. Doch in Science-Fiction-Filmen arbeiten oft auch echte Wissenschaftler hinter der Kamera mit.

Organisierter Austausch zwischen Entertainment und Wissenschaft

In den USA organisiert der Science&Entertainment Exchange die Zusammenarbeit. Ins Leben gerufen wurde dieses Programm von der amerikanischen National Academy of Sciences (NAS). Sie organisiert Treffen zwischen Wissenschaftlern verschiedenster Fachrichtungen auf der einen Seite und Drehbuchautoren, Produzenten und Regisseuren auf der anderen Seite. Mit dieser Initiative werden verschiedene Ziele verfolgt: Einerseits geht es darum, die wissenschaftliche Seite von Science-Fiction-Filmen plausibler zu machen, doch wird andererseits die Kreativität keineswegs eingeschränkt. Vielmehr geht es darum, den Autoren von Science-Fiction-Filmen ein neues Universum zu eröffnen. Auf diese Weise werden die Stories nicht nur glaubwürdiger, die Geschichten werden auch viel spannender. Für die Organisation liegt das Ziel der Initiative darin begründet, ein besseres Bild der Wissenschaft in Filmen zu erreichen. Überall auf der Welt fehlt es an engagierten Wissenschaftlern, die neue Ideen entwickeln und ungelöste Forschungsprobleme anpacken. So möchte man auch Begeisterung schaffen. In Deutschland gab es mit der Organisation MINTiFF ein vergleichbares Programm, um Nachwuchs für die sogenannten MINT-Fächer an den Universitäten zu begeistern.

Bekannte Beispiele

Ein anderer Effekt von Science-Fiction-Filmen, bei denen Autoren mit Wissenschaftlern zusammenarbeiten, liegt in der Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Science-Fiction-Filme aus Hollywood haben dafür gesorgt, dass Maßnahmen gegen drängende Probleme ergriffen wurden. The Day After Tomorrow hat lange vor „Fridays for Future“ auf die Gefahr durch den Klimawandel aufmerksam gemacht. Ein besonders gutes Beispiel ist auch Gravity, in dem Sandra Bullock als Astronautin durch herumfliegende Trümmerteile im Orbit in größte Gefahr gebracht wird. Heute gibt es ein Beobachtungsprogramm für sogenannten „Space Debris“, den Müll von Satelliten und Raketen, um die Internationale Raumstation zu schützen. Die Filme Armageddon und Deep Impact machten auf die Gefahr durch Asteroideneinschläge aufmerksam.

Wissenschaft spielt überall eine Rolle

Auch in Filmen, in denen der wissenschaftliche Hintergrund weniger offensichtlich ist, gibt es oft Bezüge zu tatsächlichen Themen, mit denen sich Forscher beschäftigen. Bei älteren Filmen kann man sich auch in anderen Medien mit diesen Themen intensiver vertraut machen, so um Beispiel bei der Harry-Potter-Filmreihe, hier lädt das Harry Potter Hörbüch auch noch einmal zum Nachhören ein. Bei Harry Potter ist die künstliche Schwerkraft ein wichtiges Thema. 1992 gelang Evgeny Podkletnov In Russland dazu ein bahnbrechendes Experiment und es gibt dazu Forschungen unter anderem am bekannten Teilchenbeschleuniger in Cern.

Auch die Physik in Superheldenfilmen ist gar nicht so weit hergeholt: Bei Thor arbeiteten die Drehbuchautoren mit dem Jet Propulsion Laboratory in den USA zusammen: Man errechnete anhand der Dichte von Neutronensternen, welches Gewicht Thors Hammer haben müsste, um die im Film gezeigte Wirkung zu entfalten.

Wo ist Hollywood?

Für viele ist Hollywood das Land der unerreichbaren Träume, der Schönen und Reichen, des ewigen Ruhms und des Geldes. Wahrscheinlich kennt jeder den ikonischen Schriftzug auf dem Berg, der über der Stadt thront und der immer in Erinnerung ruft: Ja, du bist wirklich hier. Du bist in Hollywood.

Aber wo ist diese verheißungsvolle Stadt eigentlich? In den USA, so viel ist klar. Dass sie an der Westküste liegt, ist vielen auch noch bekannt. Aber damit hört es oft auch schon auf. Denn auch wenn Hollywood der Traum vieler Europäer, Chinesen, Russen und anderer Nationen zu sein scheint, so ist es doch verblüffend, wie wenig wir eigentlich über die Stadt der Filmstudios wissen.

Hollywood ist keine Stadt

Hollywood ist ein Stadtteil von Los Angeles und liegt nordöstlich vom Stadtkern, oberhalb des Stadtteils Beverly Hills und westlich von Pasadena – dem Stadtteil, der durch die Hitshow „The Big Bang Theory“ von HBO berühmt wurde. Der berühmte Schriftzug steht auf den Hollywood Hills, oberhalb des Runyon Canyon Park, einem Park, der vor allem bei Joggern und Wanderern sehr beliebt ist. Steht man auf den oberen Gipfeln des Runyon Canyon Parks, kann man bei guten Witterungsverhältnissen ganz Hollywood, das angrenzende Central Los Angeles, Century City und Santa Monica überblicken. Sogar bis nach Venice Beach reicht die Sicht – vorausgesetzt, man hat gute Augen. In der entgegengesetzten Richtung sieht man North Hollywood, Van Nuys (das vor allem für seine vielen Villen berühmt ist) und das Sun Valley, in dem ein riesiger Golfkurs entlang des Hansen Lake Damms zum Verweilen und Spielen einlädt.

Los Angeles: Die Stadt der Engel

Los Angeles an und für sich hat dabei deutlich mehr zu bieten als „nur“ Hollywood. Die Stadt der Engel lockt jährlich Millionen von Besuchern aus aller Welt an, die neben dem Walk Of Fame, dem Runyon Canyon Park und den Universal Film Studios in Hollywood auch an die weltberühmte Strandpromenade von Venice Beach kommen, um ein wenig zu schlendern und die Welt der Schönen und Reichen zu erleben. Ebenso lockt das Griffith Observatorum, das nicht nur als Planetarium einen guten Ruf hat, sondern auch der Drehort für zahlreiche Filme und Serien war und ist, darunter Terminator, 3 Engel für Charly – Volle Power, Transformers, La La Land oder MacGyver.

Ein weiteres Highlight in Los Angeles ist der Disneyland Park, der mit Attraktionen und Fahrgeschäften rund um die Welt des berühmten Erfinders der Mickey Mouse Fans aus aller Welt anlockt. Auch in Sachen Sport spielt Los Angeles ganz oben mit. Die Stadt ist der Heimatort der weltberühmten Los Angeles Lakers, die seit 2019 den Superstar Anthony Davis verpflichtet haben und für die bereits Spieler wie Magic Johnson, Kobe Bryant, Shaquille O’Neal und Michael Cooper auf dem Platz standen.

Licht und Schatten

Lange Zeit waren die Schattenseiten von Hollywood eher eine Art Urban Legend in Filmen und Serien. So wurde zum Beispiel in Wes Cravens Scream 3, einem Klassiker des Slasher- und Horror-Genres, wurde der Missbrauch einer Schauspielerin durch einen Produzenten zum Grund für eine grausame Mordserie in ganz Los Angeles.

Auch im Gangsterfilm L.A. Confidential von Curtis Hanson mit Russel Crowe, Guy Pearce und Kevin Spacey in den Hauptrollen werden der Drogenkonsum an Filmsets, der sexuelle Missbrauch und die unlauteren Mittel der Polizei in Hollywood thematisiert. Im Film sind die meisten Cops korrupt und wurden von Filmproduzenten, Politikern und Starlets gekauft, um ein blindes Auge zu haben, wenn die Reichen und Schönen das Gesetz etwas zu weit auslegen.

Nicht alles Gold was glänzt

Spätestens mit der #metoo Bewegung wurde nun klar: Was für viele nur der Inhalt von Filmen war, passiert hinter den Kulissen scheinbar wirklich. Der Serienstar Ezra Miller, bekannt aus We Need To Talk About Kevin, The Perks of Being A Wallflower und zuletzt Fantastic Beasts and Where to Find Them, erklärte in einem Interview mit dem irischen Magazin Daily Edge: „Männliche Produzenten in Hollywood sind Monster“.

Ohne Namen zu nennen, erklärte der 26-jährige Star, dass vor allem sexuelle Übergriffe an jungen Schauspielerinnen und Schauspielern durch erfolgreiche Produzenten fast schon auf der Tagesordnung stehen.

Vieles ändert sich

Gerade für diese Schattenseite in Hollywood zeichnet sich jedoch Besserung ab. Dank der #metoo Bewegung und den vielen öffentlichen Statements werden die Hintergründe immer weiter aufgedeckt. Selbst Urgesteine der High Society in Hollywood, allen voran Harvey Weinstein, einer der erfolgreichsten Produzenten der letzten 20 Jahre, spüren die Auswirkungen ihrer Handlungen. Denn während in L.A. Confidential die meisten Cops, Richter und Offizielle der Exekutive gekauft zu sein scheinen, ist das echte Los Angeles doch noch etwas rechtmäßiger als es der Film vermuten lässt.

Wo Licht ist, ist auch Schatten

Dass es in der Traumfabrik Hollywood die ein oder andere Schattenseite geben muss, war den meisten wohl auch schon vor der #metoo Debatte klar. Denn auch wenn die meisten Hollywood-Filme nicht auf wahren Begebenheiten beruhen, so ist es mit Filmen wie mit allen fiktiven Erzählungen: Es steckt immer ein Quäntchen Wahrheit dahinter, welches den Autoren oder Regisseur dazu bewegt hat, die Geschichte genauso zu erzählen, wie sie erzählt wurde.

Was ist Science Fiction?

Befragt man den Duden, ist die Science Fiction ein feminines Substantiv, welches eine Form der Literatur, des Films oder des Comics bezeichnet, in der Thematiken behandelt werden, die die Zukunft in fiktionalen Welten beschreibt. Science Fiction setzt sich dabei aus dem Begriff „Science“, englisch für „Wissenschaften“, sowie „Fiction“, englisch für „Fiktion“, zusammen. Es handelt sich also sinngemäß um „fiktive Wissenschaft“, was zumindest bis zu einem gewissen Punkt durchaus eine treffende Beschreibung ist.

Es darf nicht zu abwegig werden

Science Fiction lebt davon, dass sie den Leser oder Zuschauer in eine andere Galaxie entführt. In fremde Welten, die der Leser oder Zuschauer so noch nie erlebt hat. Dabei darf es aber nicht zu abstrus werden!

Ein wichtiger Begriff in der Science Fiction-Literatur ist das „Estrangement“. Er bedeutet, dass ein dem Leser bekanntes Szenario genommen und verfremdet wird. So entsteht eine neue Welt, die dem Leser aber trotzdem in gewissen Teilen bekannt vorkommt. Er kann sich somit in dieser Welt ein Stückweit orientieren und kommt damit zurecht. Wäre die Welt zu weit weg von allem uns bekannten, würde es wahrscheinlich schnell sehr langweilig oder sehr anstrengend, da das Gehirn die Informationen nicht so verarbeiten kann oder will, dass es für den Leser Sinn machen würde.

Science Fiction altert manchmal nicht sehr gut

Dieses Estrangement kann dazu führen, dass Science Fiction nicht sehr gut altert. So werden Science Fiction-Geschichten von vor 30 bis 40 Jahren heute oft eher belächelt, da sie in ihrem Estrangement Aussagen getroffen haben, die zwischenzeitlich entweder ähnlich, genauso, oder überhaupt nicht so eingetroffen sind. Für uns, die die Heute Zeit kennen, wirkt dies sehr komisch.

Berühmte Science Fiction Autoren

Es gibt unglaublich viele Science Fiction-Autoren aus allen möglichen Jahrzehnten. Im 19. Jahrhundert gab es bereits Autoren, die Science Fiction schrieben, allen voran Mary Shelley, deren Roman über einen verrücken Professor, der aus Leichenteilen einen Menschen bauen wollte und dabei ein „Monster“ erschuf. Die Rede ist natürlich von Frankenstein. Von vielen Literaturwissenschaftlern wird dieser Roman als der Beginn der Science Fiction bezeichnet.

Aber auch der Franzose Jules Verne wird vielen ein Begriff sein. Seine Romane, darunter Die Reise zum Mittelpunkt der Erde oder In 80 Tage um die Welt, beschrieben eine für ihn moderne Welt, die teilweise verblüffend nah an der wirklichen heutigen Wirklichkeit ist.

Besonders beliebt ist auch das Science Fiction-Subgenre „Weird Fiction“, dem unter anderem Edgar Allan Poe und H.P. Lovecraft zugeordnet werden. Dabei heißt „weird“ keinesfalls „komisch“, sondern das Wort beschreibt das Gefühl, das durch die „Sublimity“ in den Werken hervorgerufen wird. Gemeint ist die Ehrfurcht vor etwas, das man nicht richtig versteht, das einem vielleicht auch Angst einjagt und das nie genau definiert wird. Eine unterschwellige Angst also, eine Art Gottesfurcht, die in H.P. Lovecrafts Necromonicon mit der C’thulu-Saga ihren Höhepunkt findet.